Wenn man etwas Neues macht, sagen alle: "Unmöglich." Wenn man zeigt, daß es möglich ist, heißt es: "Ist doch nicht bewiesen." Wenn man es beweist, heißt es: "Ist alles nichts Neues."

Einleitende Worte

Bei einem Griff ins Bücherregal geht es mir wie bei der Eingabe eines Suchbegriffs bei Google: irgendwie stoße ich immer wieder auf den Begriff der Entropie, zuletzt bei der Suche nach dem Begriff der Zeit, über den es aus verständlichen Gründen eine Menge Hinweise gibt. Glücklicherweise bietet die moderne Kommunikation alle Möglichkeiten, den Leser oder Interessenten ohne Umwege und Wartezeit zu den interessantesten Hinweisen und Fundstellen zu führen. Dabei öffnen sich unter Umständen wieder neue Räume, die es zu entdecken gilt. Das führt zwar von meinem Thema weg, beweist aber auch seine Vielschichtigkeit. Die Räume, von denen ich selbst am meisten begeistert war, sind in einer Linkliste aufgeführt.

Ob der Leser einzelne Begriffe oder Hinweise, die entsprechend gekennzeichnet sind, immer sofort anklickt, um Erläuterungen, Grafiken, weiterführender Literatur oder Webseiten zu folgen, bleibt ihm natürlich selbst überlassen. Man kann das ja auch später noch machen (oder sein lassen).

Warum ich immer über den Begriff der Entropie stolpere? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zwei wichtige seien hier genannt. Zum einen steht dieser Begriff im engen Zusammenhang mit dem, was wir so Zeit nennen, und wovon wir angeblich immer zu wenig haben. Zum anderen ist das physikalische Weltbild (und nicht nur dieses) von diesem Begriff derart stark geprägt, daß sich ein Laie kaum eine Vorstellung darüber machen kann. Erschwerend kommt hinzu, daß bei einer Versammlung von Physikern alle wissen, was unter diesem Begriff zu verstehen ist, aber kaum zwei zu finden sind, die ihn gleichlautend erklären.

Grund genug also, einmal den Versuch zu starten, Ordnung zu bringen in die Begriffe. Vielleicht verliert ja vieles seine abschreckende Wirkung, wenn man es auf das Normalmaß gekürzt hat und man wieder den Wald trotz der vielen Bäume erkennen kann. Es soll also hier der ernsthafte Versuch unternommen werden, im wahrsten Sinne des Wortes Licht in den Dschungel zu bringen.

Wenn man schon dabei ist, die Flora zu stutzen, kann die Fauna nicht ungeschoren davon kommen. Ich habe zwar großes Verständnis dafür, daß die Jäger und Sammler in diesem Biotop damit ihren Lebensunterhalt verdienen wollen und dies auch in aller Regel können, schließe aber nicht aus, daß es da Tierarten gibt, die, würde man sie nicht im Reagenzglas unter allen erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen erhalten, schon längst ausgestorben wären.

Sie zu verleugnen wäre aber ausgesprochen unfair gegenüber denjenigen, die sich auf so rühmliche Weise mit ihnen auseinandergesetzt haben. Sie gehören evolutionär dazu wie ihre Erfinder und Entdecker, aber die Evolution ist ein grausames Geschöpf ohne Gnade. Wenn es für eine Spezies Zeit ist abzutreten, tritt sie ab. Kümmern wir uns also einmal um den umfangreichen Konstantenzoo in der Physik und prüfen, welche der dort existierenden Kreaturen nur vergessen haben auszusterben, ein paar kenne ich schon.

Wem das jetzt noch nicht reicht, sich näher mit dieser Website zu beschäftigen, dem empfehle ich die Beschäftigung mit künstlerischen oder religiösen Inhalten, da der Geschmack eben sehr subjektiv und der Glaube stark ausgeprägt sein müssen, wenn man sehenden Augen anderes behauptet als das, was auch bewiesen werden kann.

Februar 2004, Lothar Rohling

http://fluidmotor.com/index.shtml , zuletzt geändert 01. 08. 2010

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