Neue Wege:
Nutzung der Umgebungswärme
in respektvoller Erinnerung an Wilfried Strauß (†)
29.04.1997

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Erdwärme

Die Sonne ist es also nicht. Was dann? Wenn wir davon ausgehen, daß die Erde bei ihrer Entstehung zunächst eine rotierende Anhäufung flüssiger Gase war und zuerst an ihrer Oberfläche abkühlte, dann kann folgender Versuch weiter aufklären:

Stellen Sie sich eine Tasse mit heißem Kaffee vor, der mit ein paar Schaumkrönchen obenauf vor Ihnen auf dem Tisch steht.


(Die unterschiedliche Wandstärke entspricht einer minderen Porzellan-Qualität!)

Die Tasse entspricht der erkalteten Erdkruste, der Kaffee dem noch heißen, flüssigen Inneren der Erde. Die Schaumkronen haben keine besondere Bedeutung, dienen aber der Beobachtung eines Phänomens, was dann zur Erklärung der Erdwärme dienen kann.

Fassen Sie die Tasse am Henkel und stellen Sie sich vor, daß sich eine Schaumkrone im Inneren der Tasse genau gegenüber dem Henkel befindet. Sie ergreifen den Henkel und drehen die Tasse plötzlich um ca. 90 Grad (die Richtung ist egal). Wenn der Schwung ihrer Hand der richtige war, bleibt die Schaumkrone wegen der Trägheit der Flüssigkeit so ziemlich an Ort und Stelle.

Dieser Versuch offenbart zweierlei:

1. Innerhalb des rotierenden Systems (Tasse mit Kaffee) können sich beide Komponenten (1. Tasse/2. Kaffee) unabhängig voneinander mit unterschiedlicher Beschleunigung bewegen.

2. An der Grenzschicht zwischen Tasse und Kaffee kommt es folglich zu Reibung. Reibung erzeugt Wärme (Kaffeewärme).

Jetzt ersetzen wir die o.g. Kaffeehaus-Begriffe mit solchen aus der Geologie und erhalten folgende Aussage:

1. Innerhalb des rotierenden Systems (Erdkruste mit Magma) können sich beide Komponenten (1. Kruste/2. Magma) unabhängig voneinander mit unterschiedlicher Beschleunigung bewegen.

2. An der Grenzschicht zwischen Kruste und Magma kommt es zu Reibung. Reibung erzeugt Wärme (Erdwärme).

Unterschiede zwischen beiden Systemen ergeben sich aus den beteiligten Massen, den unterschiedlichen Verhältnissen zwischen Krusten- und Flüssigkeitsdurchmesser und den völlig unterschiedlichen Ausgangstemperaturen.

Im Falle der Tasse sollte der Inhalt zum besseren Vergleich eigentlich aus flüssigem Porzellan bestehen. Ich suche noch den Physiklaboranten, der diesen Versuch durchführt...

Mir ist auch kein Meßgerät bekannt, mit dem es gelingen könnte, den Temperaturunterschied zwischen einer ruhenden Tasse mit Inhalt und einer rotierenden Tasse samt Inhalt zu messen, zumal sich nach relativ kurzer Zeit der Kaffee selbst so schnell dreht wie die Tasse selbst.

Bleibt die Frage, wer hat das System gedreht? Im Falle der Tasse ist das noch einfach zu beantworten.

Im Falle der Erde bleibt als greifbarer äußerer Einfluß nur der Mond und sein "Drehimpuls". Wir werden darauf zurückkommen.

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http://fluidmotor.com/motor/erdwaerme.shtml zuletzt aktualisiert: 06.02.2004

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