Neue Wege:
Nutzung der Umgebungswärme
in respektvoller Erinnerung an Wilfried Strauß († 29.04.1997)

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Um 1985 lernte ich einen Elektroingenieur kennen, der sich zeit seines Lebens über Ungereimtheiten nicht nur in seinem Fachgebiet immer wieder geärgert hatte. Sie können mir glauben, daß die Welt der Physik voll ist von Annahmen und Übereinkünften, die nur dem Zweck dienen, die Darstellung von Vorgängen zu vereinfachen, d.h. sie mathematisch darstellbar zu machen. Wichtige dieser Übereinkünfte sind das jeweilige Bezugssystem und die jeweiligen Voraussetzungen für einen Versuch.

Ich wage die Behauptung, daß dies dem Ziel, die Wirklichkeit zu beschreiben, nicht unbedingt immer dient bzw. gedient hat. Wie in allen Fällen großer Verwirrung hilft ein alter Trick, die Dinge wieder klarer zu sehen: Man nimmt einen Stift, ein Stück Papier und schreibt die Fakten auf. Die sehen u.a. so aus (die Reihenfolge stellt keine Bewertung dar):

1. Wärme entsteht auch, wenn nichts verbrennt (z.B. bei Reibung oder bei Kondensation, biologischen, chemischen und Zerfallsprozessen).

2. Es gibt Wärme durch die Sonne (Sonnenwärme).

3. Es gibt Wärme aus der Erde (Erdwärme).

4. Die Planetenbewegung findet ohne erkennbaren äußeren Antrieb statt. (Nicht sofort erkennbar, hat aber etwas mit Wärme zu tun...)

5. Vorgänge in der Atmosphäre können Wärme erzeugen (z.B. Föhn).

6. Durch Planetenbewegung werden Temperatur-Differenzen erzeugt. (Erddrehung: Tag und Nacht, Sonnenumlauf: Sommer und Winter)

Wenden wir uns den verschiedenen Erscheinungen dieser für uns im allgemeinen angenehmen Eigenart (Wärme) einmal zu:

zu 1.) Wärme aus Prozessen ohne Verbrennung

zu 2.) Sonnenwärme

zu 3.) Erdwärme

zu 4.) Planetenbewegungen finden ohne äusseren Antrieb statt

zu 5.) Vorgänge in der Atmosphäre können Wärme erzeugen

zu 6.) Temperaturdifferenzen durch Planetenbewegung

Was können wir daraus lernen, um ohne die bekannten Nachteile bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe oder die Abfallprobleme bei Spaltprodukten den gewohnten Komfort zu erhalten?

Die Natur macht uns vor, wie man auf einfache Art und Weise Energie erhält, sinnvoll im Kreis führt und keinen Abfall dabei erzeugt. Eine Schlüsselrolle bei der Problemlösung nimmt die "Kreis"-Bewegung ein, der wir in der Natur allerdings nirgends in idealer Form begegnen.

Es handelt sich bei allen zu beobachtenden Bewegungen von Kreisströmungen immer um elliptische Bewegungen, wobei Gase und Flüssigkeiten sich stets auf wirbelförmigen Bahnen bewegen. Eine solche Bewegung ist aber per Definition eine Beschleunigung, weil sie sich auf einer gekrümmten Bahn abspielt und erzeugt mithin einen Drehimpuls.

In Anlehnung an die Arbeitsweise eines meteorologischen Wirbelsturms behaupte ich daher folgendes:

Man kann die ungeheure Kraft, die ein Wirbelsturm im großen entwickelt, in einer geeigneten kleinen Maschine ähnlich wirken lassen, um unversiegbare atmosphärische Energie in allgemein nutzbare Energie-Formen zu wandeln, womit sämtliche Energie- und Schadstoff-Probleme gleichzeitig gelöst sind.

Sie könnten jetzt auf den Gedanken kommen, diese Idee sei neu. Das ist sie jedoch nicht. Grundlegende Versuche mit einem sog. Wirbelrohr machte bereits Anfang der Dreißiger Jahre ein Franzose namens Ranque.

Seine Messungen an dem von ihm entwickelten Rohr entbehrten jedoch geeignete Meßgeräte, und seine Ergebnisse widersprachen dem üblichen Kenntnisstand der Physik.

Ein solches modernes Wirbelrohr habe ich mitgebracht (s.a. Abbildung). Es ist serienmäßig zu kaufen und wird in der Industrie für Kühlzwecke genutzt. Sein eigentlicher Nutzen wird dabei aber übersehen. So, wie es nämlich Kälte erzeugt, produziert es auch Wärme, und zwar unter Ausnutzung der Wirbelmechanik im Inneren seines Aufbaus.

Damit komme ich zurück zu meinen eingangs genannten Thesen, die ich nunmehr wie folgt positiv formuliere:

These I (neu): Es gibt nur wirbelförmige Strömung in der Natur.

Der technische Aufwand, eine laminare, d.h. geradlinige Strömung ohne Verwirbelungen zu erzielen, ist gewaltig und provoziert Probleme. Erinnern Sie sich an frühere Wetterberichte, wo immer von Fronten die Rede war? Unter lokalen Gesichtspunkten mag das ja noch angehen. Im übersichtlichen Satellitenbild erkennen Sie eine Front aber sofort als Teil eines Wirbelsystems.

Ohne geradlinige Bewegungen müssen wir aber auf den Begriff der Geschwindigkeit verzichten und kommen so zu

These II (neu): Es gibt nur Drehimpulsveränderung.

Geschwindigkeit wird definiert als der Quotient aus Strecke und Zeit. Ich wage an dieser Stelle eine kleine Formel für die Geschwindigkeit, so, wie sie definiert ist: v = s/t.

Man kann so etwas natürlich formulieren. Der praktische Versuch scheitert jedoch am Bezugssystem, wenn der Experimentator ihn vorführen will. Man braucht dafür eine gerade, also nicht gekrümmte Bahn, um auf ihr z.B. einen Ball mit gleichförmiger Bewegung von A nach B zu bewegen.

Als weitere Voraussetzung nehmen wir an, daß der Ball nicht durch Reibung (Wärme!) gebremst oder beschleunigt wird, und zwar weder durch seinen Kontakt zur Bahn noch zur ihn umgebenden Luft. Zeichnen wir also den Versuch auf:

Wie man sofort erkennt, bewegt sich das Bezugssystem auf einer gekrümmten Bahn unter dem Versuch weg. Der rollende Ball wird beschleunigt.

Damit wird aber auch unsere geforderte "Gerade" mit der rotierenden Erde um deren Mittelpunkt bewegt. Der rollende Ball wird zum rotierenden Ball (um den Erdmittelpunkt als Bezugssystem), was per Definition als Beschleunigung anzusehen ist. Das Mißlingen dieses Versuchs hat Folgen. Denn wenn es keine Geschwindigkeit gibt, dann gilt:

These III (neu): Es gibt nur Drehimpuls.

Wenn sich ein Körper auf einer gekrümmten Bahn bewegt, bewegt er sich notwendigerweise auch um sich selbst, und zwar um einen außerhalb des eigenen Körpers liegenden Mittelpunkt.

Als ich eingangs den Drehimpuls des Mondes als ursächlich für die Erdwärme nannte, hatte ich nur einen Teilaspekt der Gesamtmechanik angeschnitten.

Übertragen wir einmal dieses Drehimpulsmodell auf das gesamte Sonnensystem, dann stellt sich dieses als Lager (Sonne) mit vielen umlaufenden Drehimpulsen dar, die alle mit dem Zentrallager (Sonne) Drehimpuls austauschen. Bekommt das Lager mehr zugemutet als es vertragen kann, läuft es wie jedes mechanische Lager heiß. Womöglich fängt es an zu glühen.

Das tut die Sonne bekanntlich hinreichend. Damit ist sie aber kein Energiespender, als der sie immer wieder gerne bezeichnet wird, sondern ein ganz gewöhnlicher Energieschmarotzer, der den umlaufenden Planeten die Drehimpulse wegnimmt, um sie sodann zur Aufrechterhaltung des Sonnenfeuers einzusetzen. Ob dabei während einer bestimmten Phase Fusionsprozesse ausgelöst werden können, die sich schließlich selbst erhalten, vermag ich hier nicht zu beantworten, Zweifel sind jedoch immer angebracht. Auch die Frage, ob Reibungskräfte noch eine Rolle spielen, wenn erst einmal die Fusion stattfindet, kann hier nicht abgeschätzt werden, sollte aber quantitativ einmal geklärt werden.

Übrigens liegen alle Planeten und ihre Monde wie auf einem flachen Teller in einer Ebene, was eindeutig für die Drehimpulstheorie spricht.

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http://fluidmotor.com/motor/neuewege2.shtml zuletzt aktualisiert: 07.02.2004

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