In der Physik wird immer wieder von Impuls- und Geschwindigkeitserhaltung gesprochen (die sog. Erhaltungssätze). In Kenntnis des vorangegangenen dürfen Sie erwarten, daß da etwas anderes erhalten wird als Geschwindigkeit und Impuls, nämlich nur Drehimpuls, und der beinhaltet Bewegung in Form von Beschleunigung. Sie kennen sicherlich das folgende Dekorationsspielzeug, mit dem angeblich die Nerven beruhigt werden sollen:
Mit diesem Versuch wird in der Physik gerne die Impulserhaltung demonstriert. Wie man aber sofort sieht, handelt es sich um DREHIMPULSE, und zwar um 5 verschiedene mit 5 unterschiedlichen Mittelpunkten!
In diesem Fall treffen starre Kugeln aufeinander, und zwar durch einen elastischen Stoß, der sich aber nicht linear fortsetzt! Denn wir erinnern uns an das Geschwindigkeitsproblem, womit dieser Versuch höchst interessante Forschungsarbeit verspricht, da sich nicht nur die Kugeln selbst jeweils auf Kreisbahnen bewegen, sondern das ganze Spielsystem wieder um den Erdmittelpunkt und dieser selbst wieder um das Sonnenzentrum.
Übrigens ist hiermit auch die Frage beantwortet, woher die vorderen Kugeln wissen, wieviele am hinteren Ende aufgeprallt sind, denn es prallen immer so viele vorne ab, wie hinten angekommen sind. Die Kugeln "zählen" eintreffende Drehimpulse! Sie können nur das weiter geben, was sie bekommen haben.
Kommen wir zurück zu unseren geologischen und astronomischen und damit berührungslosen Gegebenheiten. Am Beispiel Mond-Erde erkennen wir, daß damit die Angelegenheit komplizierter wird, denn der Drehimpuls des Mondes tauscht sich mit mehreren Drehimpulsen der Erde aus, und zwar ohne Berührung.
Die Erde ist aber kein starres Gebilde, sondern setzt sich zusammen aus einem flüssigen Erdkern, einer festeren Erdkruste, einer teilweise flüssigen Wasserhülle und einer Atmosphäre.
Alle vier Teilsysteme tauschen mit dem starren Mond Drehimpuls aus, wobei noch die Frage geklärt werden muß, ob es dabei so etwas wie einen resultierenden Drehimpuls für die verschiedenen Drehimpuls-Komponenten der Erde gibt, mit dem man ersatzweise oder näherungsweise rechnen kann.
Die allgemeine Erfahrung lehrt allerdings, die Dinge besser getrennt zu betrachten, um sie dann zu einem gemeinsamen Ergebnis zu führen. Nehmen wir also an, unsere Erde zehrt vom Drehimpulsaustausch mit dem Mond und gewinnt dadurch an Wärme durch innere Reibung. Das starre Mondgebilde tauscht sich zwar mit der Erde genau so aus, wird aber dadurch kaum wieder flüssig, während das Erdinnere durch den Mond in seiner Flüssig-Phase gehalten wird.
Dies ist möglicherweise ein weiteres Indiz für die Annahme, die Erde hätte ihren Trabanten erst später "eingefangen" und nicht aus ihrer eigenen Erdmasse abgegeben. Wäre das nämlich der Fall gewesen, würde eine flüssige Mondphase durch Drehimpulsautausch in ihrer Phase erhalten.
Damit verdanken wir diesem Zufallsfang unser aller Dasein, denn er hätte auch leicht jede andere Bahn nehmen können, was aber an dieser Stelle zur reinen Spekulation wird und auch nicht weiter geklärt werden kann.
Unterschiedliche Drehimpulse zwischen Mond und Erde:
J 1 Drehimpulsaustausch Mond - Erdkruste (fast starr)
J 2 Drehimpulsaustausch Mond - Ozeane (flüssig)
J 3 Drehimpulsaustausch Mond - Erdinneres (Magma)
J 4 Drehimpulsaustausch Mond - Atmosphäre (gasförmig)
Damit erdreiste ich mich, die Annahme von Herrn Newton in Frage zu stellen, ob denn nun der Apfel wegen der Schwerkraft auf die Erde gefallen sein könnte und die Erde aus dem gleichen Grund, wenn auch nur ganz wenig, auf den Apfel zu oder ob etwas anderes passiert ist. Da Herr Newton aber selbst Teilnehmer des Experiments war, konnte er seinen prinzipiellen Fehler zunächst nicht erkennen. Er war schlicht und einfach zu nah dran. Für Betrachtungen von außerhalb fehlte es aber damals an sachlichen Voraussetzungen, obwohl ja eigentlich die bloße Phantasie ausgereicht hätte, sich die Dinge einmal von außerhalb vorzustellen, denn ich bin auch kein Astronaut, und auch der hätte es schwer, einen ruhenden Beobachtungspunkt zu finden.
Zwei Dinge müssen bei der Beobachtung Newtons berücksichtigt werden:
1. Das Bezugssystem Erde ist im Augenblick, in dem der Apfel fällt, nicht in Ruhe. Es dreht sich um die Sonne, um sich selbst, um den Mond und alle anderen Gestirne.
2. Der Apfel macht während seines Falls wegen der Erddrehung gleichzeitig mit der Erde eine Drehung um den Erdmittelpunkt und damit auch um sich selbst, um die Sonne, um den Mond und alle anderen Gestirne.
Aus dieser einfachen Erkenntnis leite ich damit ab:
These IV (neu): Es gibt nur Drehimpulsaustausch und keine Gravitation.
Damit würde auch die unselige Suche nach einer exakten Gravitationskonstanten aufhören, die sich immer wieder mal ihren Beobachtern und Experimentatoren durch Ungenauigkeit zu entziehen pflegt.
Zur mathematischen Aufarbeitung dieser Erkenntnis empfehle ich dann zum Schluß dieser Ausführungen nur noch, die passenden Arbeitsmittel zu verwenden, und die ergeben sich aus der These V:
These V (neu): Es gibt nur Drehimpulsvektoren.
Damit ist zwar alles etwas schwieriger zu berechnen, aber mit dem Vorteil einer größeren Genauigkeit. Dieser Aufgabe habe ich mich bisher nicht widmen können, da sie einen erheblichen Bedarf an Zeit mitbringt und die nach einem amerikanischen Sprichwort bekanntlich mit "money" verbunden ist.
Vielleicht ist unter den Zuhörern oder Lesern jemand einigermaßen fasziniert von einer solchen Aufgabe und könnte sich für die Lösung der neuen Probleme begeistern. Darüber würde ich mich freuen.