Neue Wege:
Nutzung der Umgebungswärme
in respektvoller Erinnerung an Wilfried Strauß (†)
29.04.1997

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Temperaturdifferenzen durch Planetenbewegung

Durch den Umlauf der Erde um die Sonne auf einer Bahn, die nicht kreisförmig ist und eine gleichzeitige Schwankung der Erdachse (die sog. Nutation - vergleichen Sie mit einem Kreisel) schwankt der Abstand zwischen Erde und Sonne.

Gleichzeitig ändert sich der Einfallswinkel der Sonnenstrahlung bezogen auf die Erdachse und führt so zu den Erscheinungen, die wir mit Sommer und Winter bezeichnen. Aber auch dabei bleibt die insgesamt durch die Sonne bestrahlte Erdoberfläche ziemlich konstant. Nur der Abstand zur Sonne ändert sich und eben der Einfallswinkel, von der Birnenform der Erde einmal abgesehen.

Zusammengefaßt kann man feststellen, daß zwei Dinge wesentlichen Einfluß auf unsere Umgebungswärme haben:

1. Die Erdwärme, verursacht und aufrechterhalten durch die unterschiedlichen Rotationen von Magma und Erdkruste und
2. Die Atmosphärenwärme, verursacht durch die Erdwärme und die Sonneneinstrahlung.

Der Vollständigkeit halber sei noch hinzugefügt, daß Erdwärme in erheblichen Mengen in den Ozeanen gespeichert ist, und zwar u.a. in einer etwa 1 m dicken Schicht an der Meeresoberfläche, wo soviel Wärme wie in der gesamten Atmosphäre der Erde vorhanden ist.

Auch hier wird wieder die Kopplung zwischen Materie und Wärme deutlich (denn eine 1 m dicke Wasserschicht beinhaltet mehr Materie als eine gleich dicke Schicht Luft). Insofern spielt die Wassertemperatur der Meeresoberfläche eine der wichtigsten Rollen bei der Gestaltung unseres Klimas überhaupt.

Der ganze Erdapparat funktioniert also ohne menschliches Zutun und ohne Energieverlust unter Aufbringung gewaltiger mechanischer Kräfte.

Der amerikanische Geomorphologe Roger Hooke schätzt, daß pro Jahr durch geologische Kräfte ca. 113 Milliarden Tonnen Fels, Kies und Erde umgelagert werden (GEO 5/1997). Es geht weiter:

Allein Flüsse, Bäche und Kanäle spülen jedes Jahr etwa 54 Milliarden Tonnen Felsabrieb, Staub und Erde fort. Wassermacht bewegt auf unserem blauen Planeten damit mehr Material als die Kräfte, die jährlich insgesamt 44 Milliarden Tonnen Gestein als neue Gebirge zur Erdoberfläche oder zum Meeresspiegel empordrücken..."

Die Mengen an Wasser in den Weltmeeren sind in diesen Zahlen nicht einmal berücksichtigt und übertreffen diese bei weitem.

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http://fluidmotor.com/motor/temperatur_planeten.shtml zuletzt aktualisiert: 06.02.2004

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